Dienstag, 20. März 2012

Frühlingsanfang - Meine zweite Sitzungswoche beginnt


Wer sich fragt, was der Aufkleber auf meiner Stirn soll: Dies war ein Geschenk von Michael, dass ich in meiner Garderobe vor meinem Kamera-Auftritt versäumt hatte zu entfernen...

Heute durfte ich meine zweite Sitzungswoche begehen. Der Höhepunkt war ein Kongress zum Thema "Russland nach den Wahlen". Redner waren u.a. Alexej Kudrin, Finanzminister a.D. der Russischen Föderation und Lilia Shevtsova, Senior Associate - Russian Domestic Politics and Political Institutions Programm. Ebenso ergriffen einige bedeutende Deutsche Politiker das Wort.
Was habe ich gelernt? - Man muss zwischen Russland und der alten UdSSR unterscheiden. Russland ist ein junges Land (20 Jahre), was erst seit 10 Jahren über eine Marktwirtschaft verfügt.
Die Kuroptionsvorwürfe, die man immer so hört, sind durchaus begründet, wobei man bevorzugt den Terminus "Korruption" mit einer Umschreibung zu ersetzen: "Systemische Verflechtung von Politik und Wirtschaft". Egal wie man es nennen mag, es ist selbstverständlich ein Problem; genauso die erhebliche Wahlmanipulation. Trotz allem tut sich Russland sehr schwer diese und andere grundlegenden Dinge au verändern.

Der Satz, mit dem der Kongress eröffnet und geschlossen wurde:
Wo Russland drauf steht, ist Putin drin.

Mittwoch, 14. März 2012

Zu viel auf einmal...?

...geht das eigentlich? - Dazu habe ich ein ganz entschiedenes "JA"! - Heute war mein Tag voll - zu voll!
Es begann mit einem ganz normalen Tag im Büro. - OK, ganz normal nicht, denn es hatte schon damit begonnen, dass ich die Nacht nicht genug geschlafen hatte - selbst verschuldet. Dann erst mal die ganzen Papiere noch vom Vortag ordnen... Das hat mich dann bis zum Mittagessen beschäftigt.

Nach dem Mittagessen ging es dann los: Hektik und Entsetzen im Büro. Eilendes Personal. "Scheiße!" hörte ich so im vorbei rauschen. Ok...was ist denn jetzt los? Schon war der Fernseher an. Was immer es auch war, was Aufsehen erregte, es musste etwas bedeutendes sein. - Ich schaute auf die Uhr: Kurz nach eins.

Der Blick auf den Fernseher sagte alles: In Nordrhein-Westfalen droht die Auflösung des Landtages. Von heute auf morgen, "einfach so"! - Die Aufregung mag nun zunächst für einen Hessen nicht so einleuchten, war es aber nicht nur irgendeine Landesregierung, sondern die Landesregierung Nordrhein-Westfalens, also die Landesregierung meines Chefs. - Drohende Neuwahlen.
Telefon klingelt, Chef ist dran. Auftrag: Presseagenturen im Auge behalten und sofort Neuigkeiten berichten.

Nun sind eigentlich Bundespolitiker von der Landespolitik unabhängig, dennoch hat so was Folgen für den Wahlkreis und die Arbeit vor Ort, z.B.: Wer sind auf Landesebene meine Ansprechpartner? Was für eine Politik macht die Landesregierung? Welche Folgen könnte dies für den Bundesrat haben und somit die Gesetzgebung auf Bundesebene beeinflussen? Und dann deuten natürlich die Ergebnisse einer Landtagswahl auch die politische Stimmung eines Landes an...eine eventuelle Prognose für die nächste Bundestagswahl?

Gruppenfoto mit Volker Kauder MdB, Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion
Lange konnte ich das nicht mitverfolgen. 14 Uhr war mein nächster Termin im Fraktionssitzungssaal der CDU/CSU: Diskussionsrunde mit Volker Kauder MdB, Fraktionsvorsitzender.
Herr Kauder griff prompt die Entwicklung in NRW auf. Wo bisher meine Info war, dass noch alles in der Luft schwebt, war die Sache für ihn schon klar: Neuwahlen im Mai. - Interessant. Was nach Außen noch offen wirkt, scheint für die "alten Hasen" schon offensichtlich zu sein.

Die nachfolgende Diskussion (zu anderen Themen) war informativ und Interesse erweckend. Ein generelles Statement zur Politik fand ich erinnerungsswert:
Politik beginnt mit der Betrachtung der Wirklichkeit. So zumindest in der CDU. Die anderen Parteien, insbesondere die Grünen und die SPD, setzen anders an. Sie wollen eine Ideologie umsetzen.
Die erste Frage ist also: "Wie sieht die Wirklichkeit aus?" Die zweite Frage: "Was wollen wir?" Und die Folgefrage: "Wollen wir das wirklich?" - Wenn man einmal eine Entscheidung getroffen hat, dann muss man auch dabei bleiben. Es ist vollkommener Unsinn sich dann auf ewig zu fragen, ob das richtig war. - So geht es nicht vorwärts.
An einer Stelle ging er auch auf die Religionsfrage ein und gab die erste politische Antwort, die ich bisher in Deutschland gehört habe, zu der ich stehen kann oder will. Sinngemäß klang das so:
Glaube muss respektiert werden, auch wenn ich nicht damit übereinstimme. - Ich habe eine Glaubensüberzeugung, die ich für die Wahrhaftige halte. Aber ich muss eben auch erkennen, dass z.B. ein Moslem davon überzeugt ist, dass sein Glaube der Wahrhaftige ist. Er glaubt doch nicht, dass meine Religion die Wahrhaftige ist, während er weiterhin darauf besteht Moslem zu bleiben. Ich kann also keinen Alleinanspruch für meine Religion erheben, die den anderen Diskriminiert! Sondern ich muss den anderen mit diesem Wissen achten.
Wie ich später herausfinden sollte, hat er interessanter weise eine Sympathie für die evangelikale Bewegung und steht der Evangelischen Allianz recht offen entgegen.

Was mich heute total beeindruckt hat bei alldem war, wie schnell sich diese Nachrichten verbreitet haben. 16 Uhr äußerte sich Frau Merkel zu der Geschichte. - Es kam zwar einiges über die Medien, aber z.B. die Heute-Sendung von 17 Uhr berichtete nur sehr oberflächlich. (Inzwischen ist es übrigens offiziell: In NRW stehen Neuwahlen an.)

Um meinen Tag noch abzurunden, merkte ich dann gegen 16 Uhr, dass es mir nicht so gut ging. Etwas Kreislaufprobleme. Wenig später war mir kalt... :-(
Ich hoffe auf eine baldige Besserung.

Wahlkreiswoche in Berlin

Bundestagsabgeordnete kennen zwei Modi Opperandi: Die Sitzungswoche und die Wahlkreiswoche. Dies sind die zwei Kategorien, um die der gesamte Kalender gestaltet wird. - Angefangen von politischen Terminen, bis hin zur Freizeitplanung.

In der Wahlkreiswoche befinden sich die Abgeordneten - wie der Name schon sagt - meist im Wahlkreis. "In Sitzungswochen ist es immer total hektisch, weil der Chef da ist und dann verschiedene Dinge einfach passieren müssen. Da geht es von einem Termin zum Nächsten. In Wahlkreiswochen kommt man dann endlich zum Arbeiten." - So eine Stimme aus meinem Büro. Zum Teil scheint das auch tatsächlich so zu sein. Dies heißt jedoch nicht, dass man eine ganze Woche lang nichts vom Chef hört. Der hat ein Mobiltelefon mit einem Hochleistungsakku, den ich bewundere. So kann er sich zwischen Terminen melden und ist immer auf dem neusten Stand. - Wenn nötig alle 5 Minuten. Außerdem ist das Berliner Büro ja auch Herr des Kalenders und "steuert", wenn man so will, den genauen Ablauf des Geschehens.

Stapel zu ordnender Vorgänge
Am Montag begann für mich so einiges an Papierkram: Statements formulieren, Zusammenfassungen anfertigen, Vorgänge ordnen, und mehr. - Besonders interessant dabei ist: Wenn ich verschiedene Korrespondenzen bearbeite, wenn ich sie auch nur ordne, bekommt man automatisch vom Inhalt was mit. Es ist so was von erstaunlich, wie dreist manche Leute sind und was für Sachen sie ihren Abgeordneten schreiben! Manches geht schon in die Richtung Erpressung. - Hier ein komponiertes Beispiel:
Ich wüsste gerne, wie sie zu Thema X stehen. [...] Ich habe mein ganzes Leben lang CDU gewählt, aber wenn Sie Haltung X einnehmen, werde ich nie wieder dieser Partei meine Stimme geben. [...]
Wenn in der letzten Woche hauptsächlich das Erleben im Vordergrund stand, wird diese Woche das Arbeiten meinen Alltag prägen. Und dies in mehrerlei Hinsicht: Diese Woche werde ich mit meiner Hausarbeit durchstarten (müssen). JA, leider richtig verstanden: Ich muss nebenher noch bis zum 31. März eine Hausarbeit für die Uni schreiben... - Ich weiß zwar noch nicht, wie das alles gehen wird, aber es wird müssen...

Eines weiß ich ganz bestimmt - eigentlich schon seit meinem zweiten Tag...nur habe ich bisher versäumt es zu formulieren: Im politikwissenschaftlichen Studium lernt man sehr viel - übers politische System, politische Theorie, Wirtschaft, u.v.a. - Alles eine sehr gute theoretische Grundlage, ein wunderbares Hintergrund wissen. ABER: Bis man es selbst erlebt hat, bis man es selbst gesehen hat, wie so manches funktioniert, hat man KEINE AHNUNG von dem, was da "in der Politik" passiert.

Freitag, 9. März 2012

Alles ist neu...

...der Ort, die Leute, die Unterkunft, die Arbeit, das Essen. - Aber man gewöhnt sich an alles mit der Zeit. Meine erste Arbeitswoche habe ich nun hinter mich gebracht. Freitag ist diese Woche tatsächlich mal frei.

Hier das Video zur Woche:


Schon mehrmals habe ich im Laufe der Woche mit dem Kopf geschüttelt. Manchmal kann man einiges nicht glauben, obwohl man es sieht. Das gilt für Architektur, als auch Lebensumstände. - Beide haben mich diese Woche umgehauen. Auf die Architektur der Gebäude des Deutschen Bundestags werde ich in einem gesonderten Post eingehen (selbstverständlich mit Bildern).

Das Büro - Das Büro ist irgendwie einzigartig. Habe ich auf der einen Seite so was noch nie erlebt, kommt es mir trotzdem irgendwie bekannt vor. Es erinnert mich vieles an mein FSJ im CZW-Büro - es gibt sehr viele Parallelen. Mein Chef, Willi Zylajew MdB, erinnert mich enorm an meinen alten Chef im CZW, Shahram Lang. Direkt an meinem ersten Tag haben wir über ein Thema gesprochen, über welches Shahram und ich auch gesprochen hatten: Die Intelligenz von Professoren. Dabei sind wir jeweils zu exakt dem selben Ergebnis gekommen!
Außer meinem Chef und mir sind noch 4 weitere Leute im Büro:
  • Die Büroleiterin: Sie hat alles im Blick und ist das zentrale Element (das Gehirn) des reibungslosen Ablaufes. - Dazu gehören detaillierte Tagespläne sowie sorgfältige Kommunikation mit allen anderen um sie herum.
  • Die Sekretärin: Sie ist Herrin über das Telefon und verbindet ihren Chef mit dem Gesprächspartner seiner Wahl - und das nicht nur sporadisch.
  • Der wissenschaftliche Mitarbeiter: Hat die parteilichen und politischen Angelegenheiten im Blick und kennt auf alle meine Fragen eine Antwort. (Außer, ob auch Männer in der Frauengruppe tätig sind. - Inzwischen aber auch diese Antwort: Nein.)
  • Die Aushilfe: Erledigt all das, wozu die anderen nicht zu kommen. Hat das Praktische im Blick, z.B. die Unmengen an Post zu bewältigen.
Prinzipiell wäre ich z.Z. sehr überfordert, hätte mein FSJ im CZW nicht stattgefunden. Dafür möchte ich meinen ganzen Kollegen danken!

Willi Zylajew - Mein Chef. Ein Mann, den ich sehr bewundere. Ich kenne niemanden, der so viele Entscheidungen binnen kürzester Zeit trifft und treffen muss. Er ist ein sehr ehrenwerter Mann; nett, nicht überheblich, geradlinig, überlegt, aber auch kantig. Er scheut sich nicht davor seine Meinung zu vertreten, auch wenn er sich dabei nicht unbedingt beliebt macht - auch nicht in der eigenen Partei.  Jetzt schon habe ich einiges von ihm gelernt. Wer näheres zu ihm erfahren will, schaue auf seiner Website vorbei: www.willi-zylajew.de/

Ich bin sehr dankbar, dass ich genau jetzt hier bin. Das habe ich direkt am Anfang der Woche schon gemerkt: Ich bin zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Es ist ein absolutes Vorrecht und ich werde versuchen so viel mitzunehmen, wie möglich.

Dienstag, 6. März 2012

Der erste Tag...

Montag, 05.03.2012
6 Uhr: Wecker klingelt. *stöhn* - Warum musste das denn auch schon alles so früh losgehen?
Ein Blick auf's Set. Ich sitze schon im
Studio am Tisch und warte, dass es los geht.
7:45 Uhr: Einfinden beim Berliner Studio des ZDF. - Bevor ich überhaupt an meinem ersten Tag im Büro war, habe ich die Möglichkeit bekommen an einer Praktikanten-Veranstaltung teilzunehmen. - Als Besucher und Live-Zuschauer beim ZDF-Morgenmagazin mit anschließender Führung.
10:24 Uhr: Ich warte nach Sicherheitskontrolle (wie am Flughafen) am Eingang Dorotheenstraße 101 auf jemand aus dem Büro, der mich abholt. Als ich meine Begleitung bekam, begann das erste große Abenteuer. - In diesen riesigen Gebäuden muss man sich erst mal zurechtfinden. Beim Büro angekommen, bekomme ich zuerst eine kurze Einweisung durch die Mitarbeiterin, denn der Chef - wie er von den Mitarbeitern genannt wird - saß noch in irgendwelchen Sitzungen.
Fabian mit neuem Bundestagsausweis
(blaues Schild links).
12:30 Uhr: Ich bekomme meinen Ausweis für den Deutschen Bundestag. Dieser lässt mich ab sofort alle Sicherheitskontrollen umgehen und ich gewährt mir Zugang zu allen Gebäuden des Deutschen Bundestags. - All das, was der Besucher bei einer Besichtigung sieht, aber nicht betreten darf, all das steht mir nun offen.
16 Uhr: Ich begleite Willi Zylajew zu seinem ersten Termin - ein Treffen mit jungen Erwachsenen aus einer Gewerkschaft, die im Rahmen ihrer Bundestagsbesichtigung eben auch ein Abgeordnetengespräch bekommen haben.
18:15 Uhr: Ich verlasse nach einem langen Tag das Büro und mache mich auf den Weg zur Bibliothek der Humbolt-Universität, um festzustellen, dass sie gerade heute geschlossen ist. *nerf*
19:30 Uhr: Ankunft in der WG. Den Rest des Abends versuche ich mich zu entspannen und frage mich, wie wohl die nächsten Wochen aussehen würden.

Auch heute war wieder ein langer Tag: 8 - 19 Uhr. Es wird aber nicht jeden Tag so sein. Bei der Frage nach der Kernarbeitszeiten muss ich jedoch passen. - Diese habe ich nicht. Ich habe einen Dienstplan bekommen, bei dem jeder Tag einzeln geregelt ist, um mir den größt-möglichen Einblick zu geben. - Wie ich nebenher meine Hausarbeit schreiben werde, habe ich noch nicht raus, aber jetzt muss erst mal eins nach dem anderen kommen.
Die ersten Arbeitsgruppen habe ich schon erlebt. Morgen steht u.a. eine Ausschusssitzung an. - Ich fühle mich, als hätte ich schon eine ganze Woche hinter mir. - Ich könnte aus dem Stand 10 DIN A4 Seiten über all das schreiben, was ich bisher erlebt habe.

In den nächsten Posts werde ich dann mehr zu meinem Abgeordnetenbüro und meinem Chef schreiben. Vorweg: Ich fühle mich recht wohl.

Samstag, 3. März 2012

Die Reise beginnt!

Oft geschehen die Dinge des Lebens so, wie man sie nicht erwartet. Oder, wenn man über eine Vorstellung oder Erwartung verfügt, dann ist dies oft eine, an der man keinen Gefallen findet. - So auch heute morgen mit dem Klingeln des Weckers: 5:55 Uhr - Aufstehen, Koffer schleißen, überlegen, ob man nicht doch noch was wichtiges vergessen hat...
Überrascht? Nein. Wie erwartet? Ja...leider nur zu früh für meinen Geschmack...

Hin und wieder darf man trotzdem einen Erfolg feiern, indem man feststellt, dass sich manches Positives doch planen lässt... Im 21. Jahrhundert soll es an multimedialen Elementen nicht fehlen, daher werde ich versuchen euch auch immer mal wieder - je nachdem wie die Zeit es erlaubt - in bewegten Bildern einen tatsächlichen Einblick ins Geschehen zu gewähren.



Die Reise beginnt:


Ich kann nicht sagen, dass ich mit ruhigem Herzen heute morgen losgefahren bin. Es beschäftigt mich z.Z. sehr viel, sodass auch meine Zeit in Berlin sehr herausfordernd sein wird. War es doch ein kleiner Trost und eine nette Überraschung als ich raus fand, dass der Leiter des "Gospel Haus" (das Haus, in dem ich bleibe) eine Deutsch/Amerikanische Familie hat. Seine Frau kommt aus Texas und wohnt nun hier in Berlin. Es wird viel Englisch gesprochen und so habe ich mich direkt heimisch gefühlt. Das hat direkt die Atmosphäre gelockert.
Meine zweite erfreuliche Überraschung bestand darin, dass eine andere Familie, die sich hier auch eingemietet hat, mich direkt zum Mittagessen einlud. - Der kleine Michael (4½ Jahre alt) hat mich direkt in sein Herz eingeschlossen. Ich bin nun offiziell im Sommer zu seinem Geburtstag eingeladen und kurzerhand schenkte er mir ein selbst gebasteltes Raumschiff, was nun als erste Zimmerdekoration an meiner Wand hängt.

Freitag, 2. März 2012

Der neue Berlin-Look

Fabian 2.0 - New and improved.
In den letzten Wochen und Tagen habe ich mir einige Gedanken gemacht: Wie wird das eigentlich sein in Berlin? Was wird von mir erwartet? Was erwarte ich? Welche Rolle werden diese nächsten 6 Wochen in meinem Leben spielen? Und, der Fabian seiend, der ich nun mal bin, war ich auch schon wieder in Gedanken einige Schritte vorweg: Was wird sein, wenn ich wieder zurück komme? Wie werde ich sein?

Ok, an der Stelle muss ich bremsen. Eins nach dem Anderen. Jetzt geht es erst mal in die Hauptstadt. - Selbstverständlich gehört nicht nur ein neues Denkmuster ins Bild, sondern auch ein neuer Look: Der Berlin-Look.

  
-- Ich weiß: Manche hätten jetzt etwas anderes erwartet, da das für mich nicht so ganz neu ist -  ist es aber doch eine Weiterentwicklung des Standards. :-) --

Prüfungen hinter mir, gepackt (fast), geplant und neuer Look... Jetzt kann es also losgehen. Morgen früh, 8:30 Uhr, werde ich im Flugzeug sitzend Frankfurt verlassen, um einige Wochen später - als anderer Mensch? - mit vielen Erfahrungen und Einblicken zurück zu kehren. - Die Reise beginnt.

Wünsche euch für die Zeit meiner Abwesenheit alles Gute und viel Segen!